Ein Friedhofsbesuch: In Gemeinschaft mit den Toten

In den Novembertagen kreisen die Gedanken oft um unsere Verstorbenen. Wir besuchen auf dem Friedhof die Gräber von Verwandten und Freunden. Hegen wir keine Wehmut über fallende Blätter, verblühende Blumen, verwelkte Menschenleben, sondern schauen wir als Christen über das Grab hinaus.

Auf dem Weg zu unseren Gräbern und heimzu sind wir an vielen anderen Gräbern vorbeigegangen, an manchen von ihnen vielleicht gestanden. Die Namen auf den Grabsteinen haben Gesichter in uns in Erinnerung gerufen, Gesichter von Freunden, von Nachbarn von Menschen, die wir gerne gesehen haben und nun schmerzlich vermissen. Eingefallen sind uns dabei solche, die unerwartet oder tragisch verstorben sind; solche, die berühmt und geachtet waren; aber auch solche, die wir nicht leiden mochten, die wir nicht verstanden haben; solche wohl auch, die still vor sich hin gelebt haben und die nun vergessen sind.
Gerade angesichts der Gräber ist die Frage unvermeidlich: Was zählt noch über den Tod hinaus? Nicht mehr das, was einer hat, sondern nur noch das, was einer ist. Denn im Tod steht jeder nackt da. Das, womit er sich umgeben hat, zählt nicht mehr. Aller Besitz und alle Titel werden unwichtig. Wichtiger aber noch als das, was im Tod wegfällt, ist das, was bleibt. Unser Glaube lebt von der festen Überzeugung: Jeder Mensch ist einmalig, unverwechselbar. Für jeden einzelnen gilt: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen.“ Ein Friedhof ist Ausdruck der Ehrfurcht vor der unverwechselbaren Einmaligkeit eines jeden Menschen. Jeder Friedhof ist Bekenntnis einer Hoffnung, die über den Tod hinausgeht. Hier vermodert keine Vergangenheit; hier keimt Zukunft. Der Friedhof ist Ausdruck der Überzeugung, dass der Tod doch nicht das letzte Wort behalten wird. Die Gräber sind nicht Endstation! Ein Friedhof ist Zeichen der Hoffnung über den Tod hinaus.

ah

Ein Friedhofsbesuch: In Gemeinschaft mit den Toten

In den Novembertagen kreisen die Gedanken oft um unsere Verstorbenen. Wir besuchen auf dem Friedhof die Gräber von Verwandten und Freunden. Hegen wir keine Wehmut über fallende Blätter, verblühende Blumen, verwelkte Menschenleben, sondern schauen wir als Christen über das Grab hinaus.

Auf dem Weg zu unseren Gräbern und heimzu sind wir an vielen anderen Gräbern vorbeigegangen, an manchen von ihnen vielleicht gestanden. Die Namen auf den Grabsteinen haben Gesichter in uns in Erinnerung gerufen, Gesichter von Freunden, von Nachbarn von Menschen, die wir gerne gesehen haben und nun schmerzlich vermissen. Eingefallen sind uns dabei solche, die unerwartet oder tragisch verstorben sind; solche, die berühmt und geachtet waren; aber auch solche, die wir nicht leiden mochten, die wir nicht verstanden haben; solche wohl auch, die still vor sich hin gelebt haben und die nun vergessen sind.
Gerade angesichts der Gräber ist die Frage unvermeidlich: Was zählt noch über den Tod hinaus? Nicht mehr das, was einer hat, sondern nur noch das, was einer ist. Denn im Tod steht jeder nackt da. Das, womit er sich umgeben hat, zählt nicht mehr. Aller Besitz und alle Titel werden unwichtig. Wichtiger aber noch als das, was im Tod wegfällt, ist das, was bleibt. Unser Glaube lebt von der festen Überzeugung: Jeder Mensch ist einmalig, unverwechselbar. Für jeden einzelnen gilt: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen.“ Ein Friedhof ist Ausdruck der Ehrfurcht vor der unverwechselbaren Einmaligkeit eines jeden Menschen. Jeder Friedhof ist Bekenntnis einer Hoffnung, die über den Tod hinausgeht. Hier vermodert keine Vergangenheit; hier keimt Zukunft. Der Friedhof ist Ausdruck der Überzeugung, dass der Tod doch nicht das letzte Wort behalten wird. Die Gräber sind nicht Endstation! Ein Friedhof ist Zeichen der Hoffnung über den Tod hinaus.

ah