Franz Zimmermann gestorben

Am 20. Jänner starb Franz Zimmermann aus Kaltenbach im Alter von 71 Jahren. Im Oktober des vergangenen Jahres konnte er mit seiner Frau Hilda noch die Goldene Hochzeit feiern.

Der Verstorbene, Träger der Verdienstmedaille des Landes Tirol, war ein stets freundlicher und bescheidener Mensch, der sich vor allem im häuslichen Garten zu schaffen gemacht hat. Balkon- und Gartenblumen pflegte er mit besonderer Sorgfalt. Die Blume an sich war für ihn ein Schlüssel zur Schöpfung von Schönheit. Er versuchte - wie Franz von Assisi - im Geiste der Demut zu leben, weil ein Mensch, der Gott liebt, in allen Geschöpfen (zu denen auch die Pflanzen gehören) Gottes Spuren entdeckt und sie in ihrem tiefsten Wert erkennt. Wir fragen uns: Welchen Sinn hat der Tod - ein Tod, der zu früh gekommen ist, da 71 Jahre heute kein hohes Alter mehr sind. Wir wissen es nicht. Aber wir dürfen glauben, dass es der Wille Gottes ist, dass die frohen und leidvollen Stunden dieses Lebens nicht umsonst sind, nicht mit dem Tod ein Ende finden. Der Tod ist Verwandlung, er öffnet den Weg in ein neues Leben. Wir wissen nichts über dieses Leben nach dem Tod. Der Apostel Paulus sagt: Der auferstandene Mensch wird unverweslich, herrlich, stark und überirdisch sein. Das ist sicher sehr allgemein formuliert, - doch für den, der glaubt, eröffnen sich hier wunderbare, himmlische Erwartungen.


Im vergangenen Oktober konnte Franz Zimmermann mit seiner Frau Hilde das 50-jährige Hochzeitsjubiläum feiern.


Ältester Kaltenbacher gestorben


Sepp Scheffauer wurde 95 Jahre alt.

Am 18. Jänner starb Sepp Scheffauer aus Kaltenbach im hohen Alter von 95 Jahren. Der Verstorbene verbrachte die letzten Jahre im Altenwohnheim in Zell am Ziller. Sepp Scheffauer war ein fröhlicher und lebensbejahender Mensch. Er war Ehrenzeichenträger, langjähriger Vizebürgermeister und Gemeinderat der Gemeinde Kaltenbach. Auch das Land Tirol und die Republik Österreich würdigten seine Verdienste. Viele haben den Verstorbenen persönlich gekannt und sind mit ihm weiterhin verbunden. Diese Verbundenheit sollten wir als tröstliche Gewissheit bewahren und pflegen. Denn im Licht der Ewigkeit Gottes begreift der Mensch vollends, dass Gottes größte Gabe an ihn in der Zeit seines irdischen Daseins der Glaube ist, dass mit dem Tod nicht alles aus ist; dass der Tod das Tor zum Leben ist, weil er uns vorausgegangen ist: Jesus Christus.


Lachen ist die beste Medizin

Corporate Social Responsibility hat bei der Fa. Empl schon immer einen sehr großen Stellenwert eingenommen. Gerade in der „stillen“ Zeit des Jahres hat sich das Familienunternehmen entschieden, sich dieser Verantwortung zu stellen.

Gerade in der Weihnachtszeit wird spürbar, dass das Lebensglück nicht bei allen Menschen gleichermaßen zu Hause ist. Für manche Erwachsene, jedoch vor allem Kinder, ist es oft schwer, sich in der heutigen Welt zurecht zu finden. Aus diesem Grund hat sich die Fa. Empl als sozial engagiertes Unternehmen heuer entschieden, anstelle von teuren Weihnachtsgeschenken eine humanitäre Organisation zu fördern. Die Wahl fiel auf die Einrichtung „Rote
Nasen“.
Lachen ist die beste Medizin
Fröhlichkeit und Unbeschwertheit in das Leben kranker, leidender Kinder und Erwachsener in Krankenhäusern sowie sozialen Einrichtungen zu bringen, ist die Mission der sogenannten „Clowndoctors“. Humor und Lachen öffnen die Tür zu Zuversicht und innerer Lebenskraft und helfen schwierige Lebenslagen, Ängste, Schmerzen und Traurigkeit zu überwinden.
Durch eine Spende von rund 3.000,- Euro, welche durch Geschäftsführer Herbert Empl in der Weihnachtszeit an Vertreter der Roten Nasen übergeben wurde, will das Unternehmen das Engagement der Clowndoctors unterstützen und kranken Kindern, Reha-Patienten und Senioren nachhaltig über Jahre Freude bereiten.


Österreichischer Bergrettungsdienst
JAHRESBERICHT der Ortsstelle Kaltenbach

Die Ortsstelle Kaltenbach des Österreichischen Bergrettungsdienstes blickt wieder auf ein intensives und arbeitsreiches Jahr zurück. Anlass dazu bildet die alljährlich Ende November durchgeführte Jahreshauptversammlung. In diesem Rahmen wurde auch das Ergebnis der statutengemäß alle drei Jahre durchzuführenden Neuwahl bekanntgegeben. Christian Wierer wurde einstimmig in seiner Funktion als Ortsstellenleiter bestätigt, der neue stellvertretende Ortsstellenleiter ist Walter Mauracher. Andreas Wierer ist nach 27-jähriger Tätigkeit im Ausschuss der Ortsstelle auf eigenem Wunsch aus dem Führungsgremium ausgeschieden. Die Landesleitung bedankt sich bei dem verdienten Bergretter mit der Verleihung des Ehrenzeichens. Bedingt durch die geringen Niederschlagsmengen kam es im abgelaufenen Winter zu keinen gefährlichen Lawineneinsätzen. Trotzdem wurden die Bergretter der Ortsstelle Kaltenbach zu dreizehn Einsätzen gerufen. Die Einsatzpalette reicht von häuslichen Unfällen über Fahrzeugabstürze bis hin zu Suchaktionen. Bei diesen dreizehn Einsätzen waren 60 Bergretter 86 Stunden tätig. 19 Personen (14 männlich u. 5 weiblich) wurden geborgen bzw. medizinisch erstversorgt. Dabei handelte es sich um 5 Österreicher bzw. 14 Deutsche, von denen 9 unverletzt u. 10 verletzt waren. Um auch weiterhin für die verschiedensten Einsätze gerüstet zu sein, wurden monatlich zwei Schulungen bzw. Übungen abgehalten. Zusätzlich wurden heuer zwei Ausbildungskurse der Landesleitung im neuen Bergrettungs-Ausbildungszentrum Jamtal besucht. Drei Mitglieder absolvierten eine spezielle und außerordentlich gründliche Lawinenhelferausbildung. Bei dem Kurs wurden alle für einen planmäßigen Lawineneinsatz in Frage kommenden Mittel (VS-Gerät, RECCO-Gerät, Rasterfahndung im Schnee) geübt und die Kenntnisse entsprechend vertieft. Weiters absolvierten 7 Bergretter einen Zertifizierungskurs für die zukünftige Rettungstechnik mit DYNEEMA Seilen. Die Ortsstelle Kaltenbach plant ihre Rettungseinsätze sukzessive auf die neue Technik umzustellen, und so ist es Pflicht, die Bergretter mit einer entsprechenden Ausbildung darauf vorzubereiten.
Die neuen DYNEEMA-Seile sind extrem leicht (ein 200 Meter Seil wiegt gerade mal 6 kg), belastbar bis 5.000 kg, sowie UV-beständig und stellen aufgrund der genannten Eigenschaften eine wesentliche Verbesserung auf dem Materialsektor dar. Dieser Kurs wurde mit einer Prüfung abgeschlossen, die alle sieben Bergretter bestehen konnten. Diese Material-Umstellung kostet natürlich wieder viel Geld und so bedankt sich die Ortsstelle bei den Sponsoren ganz herzlich für die Unterstützung. Abschließend möchte ich im Namen der Ortsstelle Kaltenbach des Österreichischen Bergrettungsdienstes allen Freunden, Gönnern und Förderern der Bergrettung für die Unterstützung „DANKE“ sagen.
Ortsstellenleiter Christian Wierer


v.l. OL Christian Wierer, BM Alois Fasching, Andreas Wierer, LA Klaus Gasteiger




Teilnehmer mit Zertifikat


Generalaudienz bei Papst Benedikt XVI in Rom
Die Bürgermeisterexkursion des Bezirkes Schwaz führte die ReiseteilnehmerInnen vom 08.-11.11.2011 nach Rom. BH Karl Mark führte die Reisegruppe mit den Abgeordneten Josef Geisler und Bgm Klaus Gasteiger sowie den Geistlichen Herren Pfarrer Erwin Gerst (Ried, Kaltenbach, Uderns) und Pfarrer Marek Ciesielski (Jenbach) an.

Er organisierte mit Hilfe des Tiroler Konsuls Mag. Franz Wechner aus der Botschaft zum Heiligen Stuhl in Rom ein sehr dichtes Programm. Die Besichtigung des Petersdomes, eine Stadtrundfahrt sowie eine heilige Messe in den Katakomben waren am Donnerstag am Programm. Auch wurde einer Einladung zu einem Empfang in der Österreichischen Botschaft zum hl. Stuhl gefolgt, bei welchem Botschafter Alfons M. Kloss die ReiseteilnehmerInnen der Pilgerreise in der „Ewigen Stadt“ begrüßte. Der Höhepunkt der Reise war aber am Mittwoch die Generalaudienz bei Papst Benedikt XVI, welche am Petersplatz bei strahlend schönem Wetter mit insgesamt ca. 6.000 TeilnehmerInnen aus aller Welt abgehalten wurde. Die gesamte Reisegruppe aus dem Bezirk Schwaz konnte aus unmittelbarer Nähe zum hl. Vater der Generalaudienz beiwohnen, welcher alle anwesenden Pilgergruppen in der jeweiligen Heimatsprache begrüßte.
Eine ganz besondere Ehre war aber für die beiden Abgeordneten Josef Geisler und Bgm Klaus Gasteiger sowie für Bezirkshauptmann Karl Mark, Papst Benedikt XVI persönlich vorgestellt zu werden und kurz mit ihm sprechen zu können. Da der Papst rote Schuhe trägt, überreichte LAbg Bgm Klaus Gasteiger dem hl. Vater im Namen aller ReiseteilnehmerInnen ein Paar „Zillertaler Doggln“, welche eigens in purpurroter Farbe vom Schuhhaus Hartl für diesen Zweck angefertigt wurden. „Das Schmunzeln des hl. Vaters zeigte uns, dass er den Zweck des Geschenkes erkannt hat, und sich sichtlich darüber freute!“, so LAbg Bgm Klaus Gasteiger in einer ersten Reaktion.


BH Karl Mark, Bgm Klaus Gasteiger, Konsul Franz Wechner, Botschafter Kloss, LA Josef Geisler, Pfarrer Erwin Gerst und Pfarrer Marek Ciesielski


Erdrutsch in Kaltenbach

Ein Rohrbruch in der Wasserleitung am Emberg in Kaltenbach ließ große Wassermengen in einen Hang sinken.

Das löste Sonntagfrüh gegen 5.40 Uhr einen Erdrutsch aus, der Schlamm wälzte sich ins Tal. Dabei wurde die Bergstraße in Mitleidenschaft gezogen - mehrere Bäume knickten um und verlegten die Fahrbahn. Das Wasser sorgte auch für Schäden bei einem Bauernhof. Auch einige Felder wurden von den Schlammmassen vermurt. Die betroffene Leitung wurde sofort stillgelegt.
Sie hat einen Großteil der Trinkwasserversorgung von Kaltenbach abgedeckt. Trinkwasser für Kaltenbach wird derzeit von der Gemeinde Ried per Pumpe ins Netz gespeist. Feuerwehrmänner und Helfer haben bereits am Sonntagvormittag mit den Aufräumungsarbeiten begonnen.


Ein Rohrbruch in der Gemeindewasserleitung löste den Erdrutsch aus.


Besuch der Kindergartenkinder



„Ich bin stolz auf „meine“ Kindergartenkinder, denn in den Wochen vor dem österreichischen Nationalfeiertag beschäftigten sie sich mit der Heimat und lernten viel über unsere Gemeinde.“, so Bürgermeister Klaus Gasteiger. Natürlich durfte ein Besuch am Gemeindeamt nicht fehlen und so erfuhren die Kaltenbacher Kindergartler vom Bürgermeister persönlich sehr vieles aus Kaltenbach. Als kleiner Dank wurde dem Gemeinde­oberhaupt und den anwesenden MitarbeiterInnen das von der Kindergartenleiterin Elfriede Schöler selbst verfasste neue „Kaltenbach Gedicht“ präsentiert.


Erntedank im Kindergarten Kaltenbach



Wir möchten uns heuer einmal auf diesem Weg bei der Familie Dengg (Angerer Bauer) bedanken. Sie haben uns einen unvergesslichen Tag auf ihrem Kartoffelacker beschert.
Die köstlichen selbstgeernteten Kartoffel konnten wir bei unserer Entedankfeier verzehren.
Bei Loisi und Helga von der Metzgerei Wegscheider möchten wir auch ein herzliches Vergelt’s Gott sagen für die wohlschmeckende „Kinderwürstl Jause“, die sie uns spendiert haben.


Altbürgermeister und Ehrenbürger
Hans Scheffauer verstarb im 86. Lebenjahr



Hans Scheffauer wurde am 17. Juni 1926 in Kaltenbach als 2. von 3 Söhnen der Regina und dem Stefan Scheffauer beim „Steffal“ geboren. Er wurde in eine Zeit hineingeboren, die sehr spärlich und karg war.

Nach Absolvierung der Volksschule begann der junge Hans als 15-Jähriger am 01. August 1941 die kaufmännische Lehre bei der 1912 durch Alexander Braunegger gegründeten gleichnamigen Firma in Stumm. Bereits damals fiel er durch seinen Fleiß und seine Einsatzbereitschaft positiv auf.
Hans wurde als 17-Jähirger während der Lehrzeit durch die Deutsche Wehrmacht am 09. November 1943 an die Kriegsfront abberufen. Während eines kurzen Heimaturlaubes legte er die Kaufmannsgehilfenprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Sein gesamter Fronteinsatz bezog sich auf die Ostfront. Er wurde dabei zweimal verwundet. Hans kehrte nach etlichen Feldzügen als Gefreiter im November 1945 aus jugoslawischer und englischer Kriegsgefangenschaft wieder heim.
Hans Scheffauer trat umgehend mit 01. Jänner 1946 seinen Dienst bei der Firma Braunegger wieder an. Durch eisernen Willen, Einsatz und Verlässlichkeit arbeitete sich Hans nach positiv abgelegter Bilanzbuchhalterprüfung in der Firma Braunegger empor. 1952 übersiedelte das Unternehmen, nicht zuletzt durch die Nähe der Zillertalbahn, an den heutigen Standort nach Kaltenbach. Und wieder fiel Hans durch seine Loyalität und seinen Fleiß dem damaligen Eigentümer Komm.-Rat Hermann Braunegger sen. auf. Es wird wohl gegenseitiger Respekt und großes Vertrauen gewesen sein, dass Hermann Braunegger am 01. Juni 1956 dem damals 30-jährigen Mitarbeiter Hans Scheffauer die Einzelprokura für das gesamte Unternehmen anvertraute. Am 01. Jänner 1957 folgte ein Gesellschafterverhältnis als stiller Teilhaber der heutigen Firma Lebensmittel Braunegger KG, eine familiäre Beziehung zwischen beiden Persönlichkeiten begann.
Bis zu seiner Pensionierung am 30. September 1986 diente Hans Scheffauer dem Unternehmen und deren Mitarbeitern loyal und trug maßgeblich an der Seite des Hermann Braunegger zum Aufbau und der stetigen Erweiterung des Betriebes bei.

Durch die tiefe Verbundenheit zu „seinem“ Dorf und dessen Menschen begann sich schon der junge Hans Scheffauer für die Allgemeinheit zu engagieren. In frühen Jahren trat er der örtlichen Feuerwehr bei. Zur damaligen Zeit war es eine Selbstverständlichkeit, dass aus jeder Familie zumindest ein männliches Familienmitglied der Feuerwehr zur Verfügung stand.
Gesellschaftlich war es der Wintersportverein Kaltenbach-Ried, der sofort nach Ende des 2. Weltkrieges gegründet wurde und in den Gemeinden tonangebend war. Aus dem Wintersportverein erwuchs Ende der 50er Jahre die Kaltenbacher Schihütte - Hans war dort lange Zeit Geschäftsführer - und 1962 wurde der Emberglift gegründet. Dieser wurde bis 1975 betrieben, und überall war Hans Scheffauer bei der Gründung und in führender Position dabei.
Nicht unerwähnt soll aber bleiben, dass Hans lange Zeit Vorstandsmitglied bei der Raiffeisenkasse Ried-Kaltenbach war, auf seine Initiative die Bergrettung Kaltenbach sowie die Ortsstelle des Roten Kreuzes gegründet wurde, er Ehrenschilehrer der Schischule Hochzillertal war und über seinen Antrag die Lawinenkommission ins Leben gerufen wurde. Nicht zu vergessen sind die Schützengilde sowie der Sozial- & Gesundheitssprengel.
Kaum jemand hat sich in seiner Zeit so aktiv in die ehrenamtliche dörfliche Vereinsarbeit eingebracht, wie dies Hans Scheffauer tat. Er war auch Gönner und Förderer ausnahmslos aller Vereine.
Auch die Kommunalpolitik begann Hans zu interessieren. 1962 wurde er erstmals in den Gemeinderat gewählt, war von 1968 bis 1974 als Gemeindevorstand tätig und versah ab 1974 ununterbrochen 26 Jahre - bis zu seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 2000 - das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Kaltenbach. Hans Scheffauer diente der Kaltenbacher Kommunalpolitik insgesamt 38 Jahre.
Dass innerhalb eines Vierteljahrhunderts einer Amtszeit als Bürgermeister sehr viele kommunale Projekte entstehen und entwickelt werden, versteht sich von selbst. Beispielhaft sind die Erweiterung der Trinkwasserversorgung und der Kanalisation, Bach- und Lawinenhangverbauungen, die Erschließung der letzten Bergbauernhöfe mit Straßen und Telefon, Projekte unserer Vereine sowie die Sanierung des Gemeindehauses mit dem Kindergarten und der Schule genannt. Selbstverständlich entbehrt die Aufzählung der Vollständigkeit.
Als umsichtiger Bürgermeister wusste aber unser Verstorbener auch, dass es eine seiner vordringlichen Aufgaben ist, die Betriebe in ihren Plänen zu unterstützen. Stete Erweiterungen der Firmen Braunegger, Empl, Rieder sowie die Ansiedelung der Bergbahnen Schizentrum Hochzillertal gingen auf das Konto des Hans Scheffauer, kleinere Unternehmen wie zum Beispiel die Schischule Hochzillertal u.a. unterstützte er ebenso intensiv.
Nicht unerwähnt soll aber sein starker Bezug zur Kirche bleiben. Alle kirchlichen Projekte wurden von Bürgermeister Hans Scheffauer und seinem Gemeinderat unterstützt. Die Renovierung der Marienkapelle war ihm ein sehr starkes und persönliches Anliegen, besonders aber die Erbauung der Hubertuskapelle auf Neuhütten, welche mit den Vereinen, Institutionen und der Bevölkerung errichtet und im Beisein S.E. des Bischofs Dr. Reinhold Stecher 1984 feierlich eingeweiht wurde.
Trotz all seiner vielen Tätigkeiten blieb ab und zu Zeit, sich zu erholen und zu entspannen. Hans tat dies als aktiver Jäger in unserer Jagdgemeinschaft, beim Schifahren und nicht zuletzt beim Bergsteigen.
Wie übrigens die Liebe zu den Bergen, die eigentliche Leidenschaft des Hans war.
Wahrscheinlich in diesem Zusammenhang stand das große Engagement des Hans Scheffauer als Obmann der 43 km langen Zillertaler Höhenstraße zu fungieren.
Unzählige Stunden, viele langwierige und mühevolle Gespräche, eine ständige Bettelei ums Geld, mit Sicherheit oftmals auch viel Ärger, und ab und zu auch eine fröhliche Feierstunde verband seine Weggefährten mit dem Obmann der Zillertaler Höhenstraße Hans Scheffauer.
Mit Sicherheit gäbe es noch mehr zu erzählen, aber oftmals ist es besser, wenn die Geschichtsbücher schweigen.
Was aber den Menschen Hans Scheffauer so sehr auszeichnete, waren seine menschliche Art und seine soziale Ader gegenüber seinen Mitarbeitern, allen Kindern und jenen Menschen, denen es einfach nicht so gut geht im Leben. All diese ließ er am Erfolg teilhaben, wenngleich er persönlich Zeit seines Lebens ein bescheidener Mensch blieb.
Wann immer Menschen mit ihren Problemen zum Hansi kamen, - oftmals war dies schon ab 06.00 Uhr in seinem Privathaus der Fall - er stand mit Rat und Tat zur Seite und versuchte Lösungen anzubieten.
Höchste Auszeichnungen und Ehrungen freuten den Hans zwar, bedeuten ihm aber nicht viel, er sagte immer wieder: „Das ist eine Erscheinung der Zeit, das ist eine Frage des Alters“.

Und trotzdem war der Hansi sehr stolz, dass der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 01. Juni 1996 einstimmig beschloss, ihm die Würde der Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Kaltenbach zu verleihen.
Es ist nicht einfach, einen Menschen wie Hans Scheffauer in kurzen Sätzen zu beschreiben. Ich denke es ist auch nicht notwendig, denn die Wegbegleiter seiner Zeit - und darüber hinaus - wussten ihn zu schätzen. Vor allem aber überzeugte Hansi durch seine Persönlichkeit.
Er verlangte zwar viel von anderen, aber nie mehr als von sich selbst. Er stand zu seinem Wort, nutzte seine Stellung zu keiner Vorteilsnahme aus und wurde seiner Verantwortung stets gerecht. Und so sehr er sich der Öffentlichkeit verschrieb, er vergaß über der Sache nie die Menschen, mit denen er zu tun hatte, sondern hatte immer persönliche Worte für sie parat.
Wir blicken auf ein erfülltes Leben des Hans Scheffauer zurück, auf ein Leben voller Einsatz, großer Erfolge und schöner Stunden. Wir blicken auf einen Menschen, der in Würde gelebt hat und in Würde gestorben ist, und der in unser aller Erinnerung weiterleben wird.
Die Welt dreht sich weiter. Aber mit dem Ableben des Hans Scheffauer ist unsere Gemeinde um eine bedeutende Persönlichkeit ärmer geworden. Um eine Persönlichkeit, die die Geschicke unseres Ortes - und darüber hinaus - wohl kaum wie ein anderer vor ihm, stark geprägt hat.
Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken hinterlassen, denn seine Spuren sind in unserer Gemeinde überall sichtbar.

LAbg Klaus Gasteiger
Bürgermeister der Gemeinde Kaltenbach