Ginzling gratuliert
Die Ortsvorstehung Dornauberg-Ginzling gratuliert Frau Adriana Leonarda van Drunen, Ginzling 232, am 07. Dezember zur Vollendung des 83. und Frau Aloisia Fankhauser, Ginzling 224, am 11. Dezember zur Vollendung des 82. Lebensjahres.
Herzlichen Glückwunsch!
Jahrhundertbauwerk fertiggestellt:
Schluchtstrecke Ginzling feierlich eröffnet

Fraktionsvorsteher Rudolf Klausner konnte zur Straßeneröffnung zahlreiche Persönlichkeiten begrüßen.

Nationalrat Franz Hörl vertrat Landeshauptmannstellvertreter Anton Steixner.
Große Freude über das gelungene Bauwerk unter Berücksichtigung landschaftlicher Gegebenheiten ortete unser Zillertaler Nationalrat Franz Hörl, der im Auftrag der Tiroler Landesregierung Landeshauptmannstellvertreter Anton Steixner bei der Eröffnung des letzten Bauabschnittes der Schluchtstrecke Ginzling (Jochberg – Südportal Harpfnerwandtunnel) am Freitag, den 11. November 2011 vertrat. Für Fraktionsvorstand Rudolf Klausner wurde mit der Eröffnung der zweispurigen wintersicheren Straße nach Ginzling ein Jahrhundertprojekt abgeschlossen. Pfarrer Mag. Christoph Frischmann nahm die Segnung der fertig gestellten Schluchtstrecke vor. „Vor nunmehr 18 Jahren hatte ich gemeinsam mit meinem damaligen Stellvertreter eine Terminvereinbarung bei Herrn Hofrat DI Otto Hartlieb in Innsbruck. Die Zufahrt nach Ginzling, insbesondere aber eine wintersichere Zufahrt waren die Gesprächsthemen. Im Jahr 1994 wurde dann bereits mit dem Bau der Jaungrabengalerie begonnen -
<und - wie jeder weiß - weitere Galerien folgten. Durch diese Erfolge etwas gestärkt, hat man sich auch über das Thema einer zweispurigen Zufahrt nach Ginzling unterhalten. Zur Diskussion standen ein zweispuriger Harpfnerwandtunnel oder der Ausbau der Schluchtstrecke, wobei das Land immer den Ausbau der Schluchtstrecke forcierte. Für viele waren aber die baulichen Maßnahmen in der Schluchtstrecke lange immer nur die zweite Wahl. Wer nun jetzt nach der Fertigstellung auf der neuen Straße durch die Schluchtstrecke nach Ginzling fährt, wird eines Besseren belehrt. Diese Straße spricht für sich selbst. Mir bleibt nur noch, allen, die zum Gelingen dieser Straße beigetragen haben, herzlich zu danken. Ein besonderer Dank ergeht an das Land Tirol und an die ausführenden Firmen. Hier und heute findet ein Jahrhundertprojekt für Ginzling seinen Abschluss.“ So die Worte von Fraktionsvorsteher Rudolf Klausner anlässlich der Begrüßung bei der Einweihung, zu der er neben Ginzlingern und Interessierten aus der Umgebung viele Ehrengäste willkommen heißen konnte. Einen herzlichen Gruß richtete Rudolf Klausner an Pfarrer Mag. Christoph Frischmann, Nationalrat Franz Hörl, an die Vertreter des Baubezirksamtes, der Straßenverwaltung sowie der Bezirkshauptmannschaft Schwaz, insbesondere an DI Robert Müller, DI Christian Molzer, DI Werner Huber und Dr. Wolfgang Löderle. Ebenso herzlich begrüßte der Fraktionsvorsteher alle Bürgermeister, Gemeinde- und Ortsausschussvertreter sowie die Vertreter der Tourismusverbände und erwähnte in Stellvertretung Mayrhofens Bürgermeister und Obmann des Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen Günter Fankhauser namentlich. Aufmerksame Zuhörer fand Dipl.-Ing. Günter Guglberger (SG Brücken- und Tunnelbau), als er äußerst spannend über die aus vielen Gründen (Hanglage, Geologie etc.) erforderlichen technisch und finanziell aufwendigen Baumaßnahmen, insbesondere zwischen Jochberg und Karlstegbrücke, berichtete. Bei den extremen Geländeverhältnissen mussten die Baufirmen auch viele leidvolle Erfahrungen machen und trotzdem konnte in der ganzen Bauzeit ohne größere Unfälle ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden, Dank auch der guten Betreuung durch die Geologen und Bodenmechaniker. Dipl.-Ing. Guglberger betonte auch, dass in diesem Bauabschnitt, der für die bauausführenden Firmen eine riesige Herausforderung darstellte, viel Intelligenz eingeflossen sei. Insgesamt eine großartige Leistung im schwierigsten Gelände.
Nationalrat Franz Hörl bekräftigte in seinen Ausführungen die Bedeutung einer intakten Straßenverbindung und gratulierte den Ginzlingern, aber auch dem Land Tirol zur gelungenen, modernen und dennoch romantischen Straße. Er nahm auch die Einweihung als Anlass, an die Tiroler Landespolitiker zu appellieren, einen effizienten Ausbau der B 169 durch das Zillertal voranzutreiben.
Zum Abschluss führte Ginzlings Pfarrer Mag. Christoph Frischmann nach einem Gemeinschaftsgebet die Segnung (Gemeinschaftssegnung) der neuen Straße durch. Für die musikalische Umrahmung der Eröffnungsfeier sorgte eine Bläsergruppe der Bundesmusikkapelle Finkenberg.
(ag.) Anmerkung: nähere technische Details in der Zillertaler Heimatstimme – Ausgabe Nr. 45-Seite 12.

Offizielle Freigabe der Straße! Auf dem Bild v.l. Günter Hollaus (Baubezirksamt), Manfred Lechner (Strabag), Hansjörg Draxl (Held und Franke), Dr. Wolfgang Löderle (BH Schwaz), Christian Molzer (Baubezirksamt), Robert Müller (Baudirektor), Günter Fankhauser (Bürgermeister von Mayrhofen), Fraktionsvorstand Rudolf Klausner, NR Franz Hörl, Siegfried Fraccaro (Baubezirksamt), Werner Huber (Baubezirksamt), Otto Widmoser (Baubezirksamt)
Schluchtstrecke Ginzling - Eröffnungsfeier am 11.11.2011
Nach einer Bauzeit von rund 6 Jahren lädt das Land Tirol und die Fraktion Dornauberg-Ginzling zur Eröffnungsfeier für das Baulos B 169 Zillertalstraße - Schluchtstrecke Ginzling ein. Die Feierlichkeiten beginnen am Freitag, den 11. November 2011 um 9.45 Uhr mit dem Eintreffen der Ehrengäste. Anschließend findet ein Landesüblicher Empfang, Grußworte durch Rudolf Klausner, Ortsvorstehung Dornauberg-Ginzling, technische Erläuterungen durch Dipl.-Ing. Günter Guglberger, Ansprache durch Landeshauptmann-Stv. Anton Steixner und Segnung der Baustelle durch HW Pfarrer Mag. Christoph Frischmann statt.
Die Verkehrsfreigabe der B 169, der Zillertalstraße im Bereich der Schluchtstrecke Ginzling vom Ortsteil Hochsteg bis zum Südportal des Harpfnerwandtunnels ermöglicht nun eine Fahrt von und nach Ginzling bzw. zu den zahlreichen Ausflugszielen im hinteren Zillertal ohne Wartezeiten am bestehenden nur einspurig ausgebauten Harpfnerwandtunnel.
In einer Bauzeit von 1997 bis 2011 wurde die bestehende einspurige mit Ausweichen versehene B 169 dem Stand der Technik entsprechend zweispurig ausgebaut.
Bereits in den Jahren 1997 - 2000 erfolgte in Weiterführung an das Südportal des Harpfnerwandtunnels der Bau von 2 in Summe 325 m langen Lawinengalerien, somit ist nunmehr sichergestellt, dass die Fraktion Dornauberg - Ginzling ohne Einschränkung für den Verkehrsteilnehmer durch Wartezeiten am Tunnel oder Lawinensperren im Winter erreichbar ist.
Die extremen Geländeverhältnisse, vorgegeben durch die steilen Hangflanken in der Schluchtstrecke und die, bedingt durch das anstehende Bergsturzmaterial, schwierigen Untergrundverhältnisse erforderten den Neubau von zahlreichen Brücken, Stützmauern und geankerten Konstruktionen sowie aufwendigen bergseitigen Hangsicherungen.
Für den gesamten zweispurigen Straßenausbau waren dabei die Errichtung von 1.000 lfm Hangbrücken, 200 lfm Stahlbetonstützmauer, der Einsatz von talseitigen geotextilen Erdstützkonstruktionen, der Umbau und die Ertüchtigung der aus dem Jahre 1953 stammenden Karlsstegbrücke sowie weiterführend taleinwärts die Errichtung von 325 lfm Lawinengalerien erforderlich.
Zur Gewährleistung der Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit der Gründungen der neuen Brücken und der bergseitigen Hanganschnitte mussten während der Bauherstellung im Kernstück der Schluchtstrecke Ginzling 20.000 lfm Kleinbohrpfähle bzw. Bodenanker versetzt und 6.000 m2 Spritzbeton aufgebracht werden, um im schwierigsten Gelände eine dem Stand der Technik entsprechende und für den Verkehrsteilnehmer nach menschlichem Ermessen sichere Straße zu errichten.
16 Mio. Euro betragen die Gesamtkosten für Bau und Planung, aufgeteilt auf die Baukosten in der Schluchtstrecke mit Hangbrücken und bergseitigen Sicherungsmaßnahmen mit rd. 10 Mio Euro, und auf 5,3 Mio Euro belaufen sich die Baukosten der Lawinengalerien.
Der Abschluss der Arbeiten im Jahr 2011 nach rd. 14 Jahren Bauzeit und 17 Jahren Planung ermöglicht damit derzeit die uneingeschränkte verkehrstechnische Erreichbarkeit des hinteren Zillertals für die gesamte Bevölkerung aber auch den zahlreichen Gästen in den Sommer- als auch Wintermonaten.
Günter Guglberger
